Mandelbachtal. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Mandelbachtal blickt auf eine harmonische Mitgliederversammlung zurück, die ganz im Zeichen von Beständigkeit und kommunalpolitischer Herausforderung stand. Zentraler Tagesordnungspunkt waren die Neuwahlen des Vorstands, bei denen die Mitglieder Geschlossenheit bewiesen.
Bewährte Führung für kommende Aufgaben
Wie bereits in den Vorjahren schenkte die Versammlung dem eingespielten Team ihr volles Vertrauen. Manfred Dier wurde erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen Jens Weintraut als 2. Vorsitzender, Michael Flieger als Kassenwart sowie Ulli Altmann als Schriftführer. Damit bleibt die FWG personell bestens aufgestellt, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger weiterhin mit Erfahrung zu vertreten.
Fokus auf Effizienz in der Gemeindearbeit
In seinem Bericht zur aktuellen Lage im Gemeinderat zog Manfred Dier eine positive Bilanz der Diskussionskultur: Die Sitzungen verliefen derzeit ausgesprochen homogen und sachorientiert.
Ein besonderes Augenmerk legte Dier auf die geplante Änderung der Geschäftsordnung. Ziel sei es, die Wertgrenzen anzuheben, um der Verwaltung mehr Spielraum bei Entscheidungen zu geben.
„Wir wollen die Prozesse beschleunigen. Durch höhere Wertgrenzen kann die Verwaltung schneller und flexibler agieren, ohne dass jeder kleinteilige Vorgang die Gremien zeitlich bindet“, erklärte Dier.
Kritische Töne Richtung Land und Bund
Trotz der konstruktiven Arbeit vor Ort bereiten übergeordnete politische Weichenstellungen Sorgen. Dier kritisierte insbesondere die Auswirkungen des aktuellen Landesentwicklungsplans sowie des LuKIFG (Länder-und-Kommunen-Investitionsfinanzierungsgesetz). Nach Einschätzung der FWG bringt der Landesentwicklungsplan spürbare negative Folgen für die Entwicklungschancen der Gemeinde Mandelbachtal mit sich. Zudem sei das LuKIFG durch die Gesetzgebung des Bundes in ein sehr enges Korsett gezwängt, so dass die Kommunen bei den zukünftigen Investitionen und Sanierungen nur sehr wenig Spielraum bleibe.
Diese Kritik an der mangelnden Unterstützung der kommunalen Ebene spiegelte sich auch im Bericht von Gerhard Hartmann wider. Als Vertreter im Kreistag berichtete er von der dortigen Arbeit und fand deutliche Worte für die Bundespolitik: Die finanzielle und strukturelle Unterstützung des Bundes für Kreise und Kommunen sei schlicht unzureichend, um die wachsenden Aufgaben vor Ort dauerhaft bewältigen zu können. Die FWG Mandelbachtal sieht sich durch die Bestätigung des Vorstands gestärkt, diese kritischen Themen auch in Zukunft mutig anzusprechen und sich für eine bürgernahe Politik einzusetzen.