Waldruhestätte im Mandelbachtal: Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander

Der Vorsitzende der Freien Wähler (FWG) Ommersheim und Sprecher der FWG Fraktion im Ortsrat Ommersheim, Gerhard Hartmann, zeigt sich tief besorgt über den aktuellen Zustand der Waldruhestätte im Mandelbachtal.
Auf Initiative der Freien Wähler im Gemeinderat, wurde diese Waldruhestätte 2017 angeregt und mehrheitlich durch den Gemeinderat beschlossen.

Was ursprünglich als naturnaher Ort der Ruhe, des Gedenkens und der Würde geschaffen im Kirchenwald wurde, ist nach heutiger Wahrnehmung vor Ort kaum noch als solcher erkennbar.

»Eine Waldruhestätte ohne erkennbaren Wald verfehlt ihren Zweck grundlegend«, erklärt Gerhard Hartmann, Vorsitzende der Freien Wähler Ommersheim. Große Teile der Fläche wirken stark ausgedünnt, teils kahl, und verlieren damit den Charakter, der für viele Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidung für diese Form der Bestattung ausschlaggebend war.

Besonders kritisch sehen die Freien Wähler, dass offenbar keine ausreichende politische und örtliche Kontrolle über die Entwicklung dieses sensiblen Bereichs besteht.
Während in den klassischen Friedhöfen der Gemeindebezirke Ortsräte und Mandatsträger regelmäßig präsent sind und als Ansprechpartner für die Bürger fungieren, entsteht bei der Waldruhestätte der Eindruck eines Zuständigkeitsvakuums.

»Es darf nicht sein, dass sich hinter Zuständigkeiten oder formalen Vorschriften versteckt wird. Natürlich sind Verkehrssicherungspflichten einzuhalten – sie dürfen aber nicht dazu führen, dass der eigentliche Charakter einer Ruhestätte verloren geht«, so Hartmann weiter.

Die Freien Wähler Ommersheim fordern daher:

  • vollständige Transparenz über die durchgeführten Maßnahmen im Baumbestand
  • eine klare Benennung der Verantwortlichkeiten innerhalb der Verwaltung
  • ein nachvollziehbares Konzept zur Wiederherstellung und Sicherung des naturnahen Charakters
  • eine stärkere politische Begleitung und Kontrolle der Waldruhestätte

Darüber hinaus regen die Freien Wähler Ommersheim an, die Waldruhestätte künftig stärker in die Verantwortung und Wahrnehmung der kommunalen Gremien einzubinden, um vergleichbare Standards wie bei den bestehenden Friedhöfen in den Gemeindebezirken sicherzustellen.

»Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht einen würdevollen Ort der Ruhe. Diesem Anspruch muss die Gemeinde gerecht werden«, betont der FWG-Vorsitzende aus Ommersheim, Gerhard Hartmann abschließend.